Mal wieder zu viel des Guten

Der Statistik-Monat Januar schenkt uns Nachrichten über den Staatshaushalt – und im rhetorischen Feuerwerk geht die Frage nach dem Ziel staatlicher Ausgaben unter.

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Anno 1968

Ein längst vergessener, beinahe 50 Jahre alter SPIEGEL-Titel sollte SPD-Genossen im Wahljahr aufhorchen lassen. „SPD in der Talsohle“ steht auf dem Cover von Mai 1968, also anderthalb Jahre, bevor Willy Brandt 1969 zum Bundeskanzler wurde. Was war passiert? Read More

Bedingungslosigkeit

Irgendwie landete das Video der Tagesschau zum Bedingungslosen Grundeinkommen in meinem Facebook-Newsfeed. Das Format kurz erklärt nimmt sich hier dem inzwischen mehr als weit verbreiteten Konzept an. Mit einem kurzen Erklären hat es allerdings nicht wirklich viel gemein, vielmehr ist es eine kurze Begründung, warum das BGE eine gute Idee ist. Ob sich auf der Seite der Tagesschau eine etwas ausgewogenere Berichterstattung finden lässt, weiß ich nicht wirklich. Ein kurzes Überfliegen erweckt aber eher nicht den Eindruck.

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Inflation der Demokratie

Demokratie gilt inzwischen vielerorts als Synonym für das Gute. Demokratischer ist immer besser und wenn es mal irgendwo nicht gut läuft, dann liegt es vor allem daran, wie undemokratisch Entscheidungen getroffen werden und Prozesse ablaufen.

Ich bin ebenfalls „Fan der Demokratie“, schlichtweg weil es frei nach Churchill keine bessere Alternative gibt.

Aber ist mehr Demokratie immer gut? Read More

Ich bin ein Muslim

„Ich bin Muslima, wenn du etwas gegen Muslime hast“ steht auf einem Plakat mit der TV-Moderatorin Astrid Frohloff in der Berliner Antidiskrimierungskampagne „Gesicht zeigen!“. Auch ich denke mir oft, ich bin ein Muslim. Ich bin kein Muslim und kann persönlich wenig mit dem Islam anfangen. Ich meine das als Solidaritätsbekundung, ähnlich wie es die Kampagne tut. Aber meine Solidarität speist sich aus einem tiefen Gefühl des Verständnisses für die Situation der Muslime in Deutschland, das aus ganz persönlichen Verbindungen entspringt.In meiner Familie gibt es viele praktizierende Muslime und ebenso viele, bei denen Muslim sein nicht mehr ist, als ein Eintrag im Pass. Zu letzterer Gruppe gehören auch viele der in Deutschland lebenden Muslime. All jene werden von selbsternannten Abendlandrettern und sonstigen sogenannten Islamkritikern gemeint, wenn diese von der Islamisierung Deutschlands sprechen. Diese Rhetorik versucht Überfremdungsängste und Xenophobie hinter der Verteufelung einer vermeintlich rückständigen Religion zu verstecken. Diese Leute meinen aber nicht den Islam, sie meinen Migranten und deren Kinder und Enkelkinder als die vermeintlichen Repräsentanten des Islam. Der Wolf des Rassismus und der Menschenfeindlichkeit kommt im Schafspelz der Islamkritik daher.

Es nervt

Auf zahlreichen „Montagsdemonstrationen“ widmen sich besorgte Bürger den Problemen Deutschlands, während die Medien hoffnungslos versuchen herauszufinden, was eigentlich diese Probleme genau sind. Irgendwie tummelt sich ja am Ende doch so ziemlich alles, was sich an Wut auf Bund und Land angesammelt hat, schlussendlich in diesen Riegen.

 

Es nervt.

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