Früher war alles besser, weil morgen alles schöner wird

Die Zeit schreitet unaufhaltsam voran. Das Millennium ist längst kein neues mehr. Das 21. Jahrhundert liegt hinter, vor und zwischen uns.

Die Generation der 1990er schwelgt bereits in der Nostalgie vergangener Tage: Walkman, Ghettoblaster, Tamagochi. Kaum ist die drei eine Zahl, die mehr schlagartig nahende Realität als ferne Zukunft ausdrückt, schon meinen wir, in der heutigen Zeit den Sittenverfall, die ständige Präsenz der Krise und die allgemeine Unordnung warzunehmen – nichts geht halt über den guten, alten Walkman.

„Make the world great again“, wie damals, als Fußballspieler noch keine dreistelligen Millionensummen Ablösen erzielt haben, ein Foto nicht 500 Likes, sondern sieben staunende Diashow-Betrachter erreicht hat und es noch cool war, zu McDonalds zu gehen.

Im anderen Extrem befinden sich die digitalen Zukunftsapologeten aus dem Silicon Valley, die schon eher im Morgen als im Heute leben und uns eine Schöne Neue Welt zeichnen – Huxley, ihr habt richtig gehört. Morgen wird alles besser sein; keine Autounfälle, keine Funklöcher, kein schlechter Sex mehr.

Und dazwischen? Wer beschäftigt sich zwischen ewig Gestrigen und den Zukunfts-Hipstern mit der Gegenwart? Wollen wir wirklich nicht im heute leben?

Finden wir es heraus!

Begeben wir uns auf ein Gedankenexperiment mit John Rawls und ziehen uns hinter den Schleiher des Nichtwissens zurück. Stellen wir uns vor, wir wüssten nicht, wo wir auf die Welt kommen würden und unter welchen Bedingungen. Wir könnten aber entscheiden, zu welchem Zeitpunkt wir geboren werden. Für welche Zeit würden wir uns entscheiden? Etwa für die heutige? (Mittelalterfreaks sollte man hier sicherlich nicht fragen)

Die Gegenwart ist schon ganz okay. Niemand will, dass McDonalds wieder cool wird. Also: Machen wir die Zukunft besser als die Vergangenheit!

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